Fliesen richtig verlegen

Fliesen richtig verlegen

Wer sich ein Haus neu einrichtet, muss natürlich auch irgendwann an den richtigen Bodenbelag denken. Eine besonders beliebte Variante sind Fliesen, denn diese sind nicht nur sehr robust, sondern auch sehr einfach zu pflegen. Außerdem sind Fliesen auch für Allergiker optimal geeignet. Doch wie verlegt man Fliesen eigentlich richtig?

Welche Vorarbeiten muss man leisten um Fliesen verlegen zu können?
Mit ein wenig Geschick kann jeder Fliesen verlegen. Außerdem kann man sich so die Kosten für einen Fliesenleger sparen. Das Wichtigste dabei ist die Vorarbeit, denn die muss gründlich gemacht werden, damit die Fliesen nachher auch einheitlich aussehen. Auch beim Material sollte man darauf achten, dass man nur hochwertige Produkte verwendet, damit man einige Jahre etwas von seinem Bodenbelag hat. Zur Vorarbeit zählt natürlich auch das Auswählen der richtigen Fliesen. Hier sollte man abwägen ob man die Fliesen im Innen- oder Außenbereich verlegen möchte. Auch Kleber und Grundierung sollte den jeweiligen Bedingungen angepasst werden. Nur so bekommt man ein einwandfreies Ergebnis und kann sich an seinem neuen Bodenbelag erfreuen. Man sollte immer genügend Fliesen haben und deshalb die Menge eher großzügig berechnen. Hat man nämlich einmal eine Fliese falsch geschnitten oder man lässt ausversehen ein Stück fallen, hat man genügend Material vorhanden und muss nicht noch einmal extra zum Baumarkt fahren. Bevor man mit dem Fliesenlegen loslegen kann, sollte man den Untergrund auf Unebenheiten prüfen und testen ob der Boden trocken ist. Auch ein trockener Untergrund ist enorm wichtig, damit der Fliesenkleber aufgetragen werden kann. Diesen trägt man dann also auf die Fliesen auf und drückt sie anschließend dort in den Boden wo man im Raum anfangen möchte. Für Laien ist es immer wichtig in der Mitte des Raumes zu beginnen, denn so kann man leichter den Überblick bewahren und ein schönes Ergebnis erzielen.

Um die Fliesen perfekt zuschneiden zu können, benötigt man einen Fliesenschneider. Dieser schneidet die Fliesen akkurat und man kann Stück für Stück verlegen. Sobald die Fläche komplett verlegt wurde, sollte man den Kleber komplett trocknen lassen. Dies kann, je nach Kleberart, bis zu mehreren Tagen dauern. Sobald diese trocken sind, kann man die Fugenmasse mit einem Spachtel auftragen. Die Überschüsse sollten auch hier fein säuberlich abgetragen werden. Die restlichen Überreste kann man mit einem feuchten Lappen entfernen.

Es gibt auch PVC Fliesen die man sehr einfach verlegen kann, denn diese kann man einfach Stoß auf Stoß legen ohne Abstandshalter, jedoch in nassen Räumen sollte man mit PU Kleber arbeiten.

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Parkett schleifen und versiegeln kann jeder mit etwas handwerklichem Geschick.

Wenn Parkett neu versiegelt oder geölt werden soll, muss zuerst die alte Schicht abgetragen werden. Bei neueren Böden reicht es, wenn eine glatte Oberfläche geschaffen wird, bei älteren sollte jedoch bis auf die Holzschicht abgeschliffen werden.

Dazu sind im Regelfall vier bis fünf Schleifgänge erforderlich. Zuerst sollten jedoch alle Möbel und Gegenstände entfernt werden um eine freie Arbeitsfläche zu erhalten. Auch Fußleisten müssen abmontiert werden. Es ist wichtig den Boden auf vorstehende Nagelköpfe zu überprüfen, da diese nicht nur das Schleifmaterial beschädigen können, sondern sogar durch Funkenbildung den Beutel mit dem Schleifmehl entzünden können.
Ist der Boden nicht stark beschädigt, sondern weist nur Laufspuren auf oder soll einheitlicher wirken, so reicht ein einmaliges Abschleifen, damit der Lack aufgeraut wird und sich mit der neuen Schicht verbinden kann. Alle anderen Arbeit erfordern mehrmaliges Abschleifen. Normalerweise werden größtenteils Bänder der Körnung 24 – 36 – 60 – 100 benutzt, wobei für den Grundschliff Korn 24 verwendet wird. Nach dem Grundschliff sollten keine Farbreste oder Überstände vorhanden sein. Mittel- und Feinschliff sorgen dann für eine glatte Oberfläche.
Die Schleifrichtung ist vom Parkett abhängig.

Einfachen Dielenboden schleift man parallel zum Dielenverlauf. Sind die Unebenheiten allerdings sehr groß, so kann man auch diagonal schleifen, um sie schneller zu beseitigen.
Es ist äußerst wichtig die Schleifmaschine ruhig und kontinuierlich zu bewegen. Solange sie in Betrieb ist und Kontakt zum Boden hat, darf man keinesfalls stehen bleiben oder die Richtung wechseln. Auch sollte man die Walze zu Beginn und Ende jeder Spur kurz anheben und erst nach dem Spurwechsel vorsichtig wieder heruntergelassen werden. Zwangsläufig ergibt sich bei der Arbeit ein Rand von ca. 1 m. Dieser wird in umgekehrter Richtung geschliffen. Der Übergang sollte in Richtung des Lichteinfalls liegen, damit er nicht so auffällt.
Die verbleibenden Ecken und Ränder werden mit einem Tellerrandschleifer und der gleichen Körnung wie im restlichen Raum geschliffen. Der letzte Schritt erfolgt auch hier mit 100er Körnung. Vor der letzten Schleifung sollte man jedoch auf Fugen und Risse achten und diese mit Fugenkittlösung spachteln. Nachdem die Masse getrocknet ist, wird die letzte Schleifung vorgenommen.

Eine Versiegelung besteht normalerweise aus einer Schicht Grundierung und zwei Schichten Lack. Zuerst sollte der Boden sehr gründlich gesaugt werden. Dann trägt man die Grundierung mit einer kurzfloorigen Walze so auf, dass man von der Lichtquelle weg arbeitet. Nach ungefähr vier Stunden (Herstellerangaben beachten) erfolgt die erste Lackschicht, die genauso wie die Grundierung aufgetragen wird. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Anschließend muss man erneut schleifen (125er Körnung), gründlich saugen und die zweite Schicht auftragen. Nach ungefähr 12 Stunden ist der Boden wieder begehbar und nach zwei Wochen sind auch scharfe Putzmittel für ihn kein Problem mehr. Eine dritte Schicht macht den Boden besonders widerstandsfähig.

Linoleumboden ein ökologischer Fußboden?

Linoleum richtig VerlegenDer Linoleumboden erreicht immer größere Maße an Beliebtheit.
Erfunden wurde er, 1860, vom Engländer Frederick Walton, dessen entwickeltes Herstellungsverfahren fast gänzlich heute noch so praktiziert wird.
Der Namensgeber und gleichzeitig wichtigster Bestandteil des Bodenbelages ist das Leinöl, gewonnen aus den Leinsamen der Flachspflanze, heißt es im lateinischen “oleum lini” (oleum = Öl, lini = Lein).
Linoleum wird so gut wie nur aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, wie schon erwähnt Leinöl und außerdem Harze, Holz -,Kork – sowie Kalksteinmehl, aufgetragen auf eine Jutegewebeschicht. Der ökologische Wert dieses Bodenbelages ist also nicht zu unterschätzen.

Vorteile des Linoleumbodens

Ein großer Vorteil des Linoleumbodens ist der Hygienefaktor. Er ist antibakteriell und so unempfindlich gegenüber Bakterien, Schimmel – und Hefepilzen. Ein weiter Vorteil ist die einfache Reinigung: saugen, feucht wischen und kehren stellen keine Probleme dar.
Früher galt Linoleum als äußerst trist, heutzutage ist die Farbauswahl riesig und die Kombinationsmöglichkeiten nahezu unendlich. So kann man beispielsweiße verschiedene Farben ineinander setzen und Muster erhalten, die sich über den kompletten Boden erstrecken oder mit gezielt gesetzten Einsätzen eindrucksvolle Blickfänge schaffen.
Aber der wohl größte Vorteil des Linoleums ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse. Kriegt der Boden dennoch mal eine Delle ab, z.B. durch fallen lassen eines schweren Gegenstandes, bildet diese sich nach einiger Zeit nahezu ganz bis komplett zurück. Ein Grund, der Linoleum gerade für Räumlichkeiten mit vielen Einflüssen, z.B. Sporthallen, Krankenhäuser, Büros,  Wohnungsbau so interessant macht.

Seit einigen Jahren gibt es den Klick Linoleum, also ein Fertigparkett mit ca. 2mm Linoleum Oberfläche.

Regeln beim Verlegen von Linoleum

Beim Verlegen von Linoleum sollte nie selbst Hand angelegt sondern auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden. Handwerkliches Geschick sowie ausreichend Vorkenntnisse und das beachten einige essentieller Regeln sind Voraussetzung, um den Bodenbelag richtig zu verlegen. Das erste Kriterium für die Verlegung ist der Untergrund. Er muss gerade, fest, trocken und frei von Rissen sein. Ist dies gegeben, so kann man das Verlegen unter Beachtung folgender Regeln beginnen.

1.) Die Unterbodentemperatur sollte mindestens 15° Celsius betragen.
2.) Die Raumtemperatur sollte bei mindestens 18 ° Celsius liegen.
3.) Die relative Luftfeuchtigkeit nicht niedriger als 40 % und nicht höher als 65% sein.
4.) Die zugeschnittenen Linoleumrollen sollten vor der Verlegung leicht aufgerollt 24 Stunden in dem Raum ruhen.
5.) Die verwendeten Klebstoffe sollten möglichst schnell abbinden.
6.) Beim Verkleben muss darauf geachtet werden, dass sich unter dem Linoleum keine Hohlräume bilden, eingeschlossene Luft muss seitlich herausgestrichen werden um später ein ebenmäßiges Ergebnis zu erhalten.
7.) Das Abdichten der Nähte sollte frühestens zwei Tage nach dem Verkleben geschehen.

Bei dieser Vielzahl von Regeln die unbedingt beachtet werden sollten wird klar, warum ein Laie besser nicht selbst ans Werk gehen sollte.

Reinigung und Pflege von Linoleum

Um für den Verbraucher die Reinigung und Pflege möglichst einfach zu gestalten und den Boden vor Bauschmutz zu schützen wird in der Regel schon vom Hersteller eine Oberflächenbeschichtung aufgebracht. Ist dies nicht der Fall, wird sie nach dem Verlegen nachgeholt um den Boden zu Versiegeln und weniger anfällig zu machen. Die so genannte Erstpflege bereitet den Boden einerseits auf folgende Reinigungen vor und schützt ihn andererseits.
Die Reinigung des Linoleumbodens erweist sich als äußerst einfach: kehren , wischen, saugen, cleanern oder z.B. bei Sporthallen durch Reinigungsautomaten, verträgt der Bodenbelag ohne Probleme. Früher musste der Boden außerdem gebohnert werden, dies ist heutzutage dank der Schutzschicht allerdings nicht mehr nötig.
Ist der Boden frisch verlegt, so tritt häufig ein so genannter “Reifeschleier” auf, der eine gelbliche Verfärbung über die eigentlichen Farben legt. Diese Verfärbungen können nicht durch putzen entfernt werden sondern verschwinden durch Lichteinfall von alleine wieder. Dies kann, je nach Lichtintensität, wenige Tage bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Auch kann es vorkommen, dass einige Stellen längere Zeit benötigen, wenn sie weniger Licht abbekommen als andere, dadurch wirkt der Boden unregelmäßig, nach einiger Zeit gleicht sich dies wieder aus und das Linoleum erhält eine schöne, gleichmäßige Färbung.

Verwendung von Linoleum

Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie das Linoleum selbst. War es früher noch verpönt und kam Hauptsächlich in Krankenhäusern zum Einsatz, so sind heute fast keine Grenzen gesetzt. Ob im privaten Haushalt, Turnhallen, Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Gebäude, es gibt praktisch keine Ausnahmen. Lediglich in Bädern sowie Duschen wird auf Linoleum verzichtet.

Arten von Linoleumböden

Es gibt für jedes Einsatzgebiet den passenden Linoleumboden. Wem das verlegen zu kompliziert ist, der kann mittlerweile auch auf Einzelpaneele oder Fertigfußboden ähnliche Trägermaterial enthaltend wie Laminatboden,  zurückgreifen, die Einfach mit Nut und Feder zusammengesteckt werden und so z.B. einfacher mit Farben experimentiert werden kann und bei Nichtgefallen oder kaputtgehen ein einfacher Austausch von Einzelelementen möglich ist. Diese Klicklinoleum Böden werden sehr gerne genommen, da diese schwimmende Verlegung viel einfacher ist als Bahnenware mühsam zu zweit auszulegen.  Eine weitere Möglichkeit seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, sind Intarsien. Bilder, Logos, Schriftzüge etc. lassen sich so einfach in den Boden einarbeiten. Die Muster werden haargenau ausgeschnitten und in den Boden eingefügt, Schnittkanten und kleine Lücken werden verschmolzen bzw. aufgefüllt.
Eine andere Art des Linoleums ist das elektrisch leitfähige Linoleum, das insbesondere in OP – Sälen oder Räumen, bei denen ein elektrisch leitfähiger Boden ein Muss ist (z.B. bei der Herstellung von Elektroteilen), zum Einsatz kommt.

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Bild: rossler – Fotolia.com

Klebeparkett, Mosaik oder Lamellenparkett verlegen

Parkettböden, die vollständig verklebt werden müssen, sind in der heutige Zeit weniger gefragt, als das kostengünstigere Fertigparkett, welches schwimmend verlegt wird.

Wer sich jedoch einen geräuscharmen Parkettboden für sein zu Hause wünscht, der ein Leben lang hält, der sollte sich trotzdem für die hochwertigere Variante des vollständig verklebten Parketts entscheiden.
Die meisten Renovierenden lassen das Verlegen dieses Bodens von einem Fachmann also Parkettleger durchführen, grundsätzlich kann dies natürlich aber auch, mit ein Bisschen handwerklichem Geschick, in Eigenleistung bewältigt werden.
Bevor man sich für das Verkleben des Parkettbodens entscheidet, gilt es zu bedenken, welchen Parkettklebstoff verwenden möchte. Entweder die etwas teuerer wasserfreien Hybridklebstoff oder die günstigere lösungsmittelhaltige Parkettklebstoff. Personen mit Allergien gegen solche Lösungsmittel, sollten daher unbedingt von dieser Art des Verlegens absehen.

Die Vorbereitung

Zunächst muss sichergestellt werden, dass der Untergrund, auf dem das Parkett verlegt werden soll, absolut trocken, eben, fest und ohne Risse und Löcher ist. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen zuerst kleinere Vorarbeiten durchgeführt werden, damit diese Voraussetzungen erfüllt sind, da es sonst bei der Verlegung recht schnell problematisch werden kann und sich die Probleme später nicht mehr bewältigen lassen.
Wenn der Boden vorbereitet ist, kann ein geeigneter Parkettkleber ausgewählt werden. Parkettkleber sind für verschiedene Untergründe erhältlich. Beachten Sie bitte unbedingt die Produktanweisungen bezüglich eventueller Ziehzeiten des Klebers oder dem Anrühren. Nur dann kann eine optimale Haftung des Klebers garantiert werden.

Die Verlegung

Die Verlegung beginnt mit dem Auftragen des Klebers auf dem Untergrund. Beginnen Sie damit in einer Raumecke und kämmen Sie den Kleber dann mit einem Zahnspachtel durch, um eine höhere Klebekraft zu erreichen. Dann können die ersten Parkettstäbe aufgelegt und angedrückt werden. Es ist sinnvoll, die Anfangsstücke vorher schon zurechtzuschneiden und zusammenzustellen, damit der Kleber während dieser Arbeiten nicht schon zu sehr antrocknet.
Es ist nicht notwendig die Parkettstäbe noch untereinander zu verkleben.
Zu den Wänden hin, braucht auch der Boden eine Dehnungsfuge. Wenn sie dazu kleine, gleichgroße, hölzerne Klötze verwenden, schaffen Sie eine gerade Linie.
Es ist hilfreich eine Richtschnur zu spannen, an der sich die Verlegung orientiert, so ist das Halten der Richtung einfacher.
Der fertig verlegte und verklebte Parkettboden muss nun mindestens 1 Tag lang trocknen, bevor mit den weiteren Arbeiten, dem Schleifen und Versiegeln, begonnen werden kann.

Das Schleifen

Für das Schleifen eines Parkettbodens ist eine geeignete Schleifmaschine nötig. Einen Parkettschleifer kann man im Baumarkt kostengünstig mieten. Lassen Sie sich dort auch über die richtige Körnung für Ihre verwendete Holzart beraten.
Begonnen wird dann mit dem Grobschliff, der für eine ebene Oberfläche sorgt und kleine Ungenauigkeiten des Verlegens beseitigt. Für den Grobschliff verwendet man Band- oder Walzenschleifmaschinen. Das Schleifen sollte in Bahnen, langsam, sorgfältig und unbedingt gleichmäßig erfolgen. Beginnen Sie in einer Raumecke und vermeiden Sie Richtungs- oder Tempowechsel, um ein sauberes Ergebnis zu erhalten.
Danach erfolgt der Feinschliff, für den es auch spezielle Schleifmaschinen gibt, die weniger Holz abtragen. Das Schleifen erfolgt dann wieder nach dem gleichen Prinzip. So genannte Eckschleifmaschinen benutzt man für die Ecken und Kanten. Für kaum zu erreichende Stellen, gibt es spezielle Klingen oder Abziehmesser.
Ist der Feinschliff erfolgt, sind die Schleifarbeiten am neuen Parkettboden beendet.

Die Versiegelung

Nach dem Schliff und der Befreiung von allem Staub, müssen neue Parkettböden versiegelt werden, denn nur dann ist eine lange Haltbarkeit garantiert und der neue Boden kann zukünftig problemlos geputzt werden.
Es ist ratsam, diese Tätigkeit von einem Fachmann durchführen zu lassen, denn um ein fehlerfreies Ergebnis zu erhalten, bedarf es an Übung und Erfahrung, bei dieser recht anspruchsvollen Tätigkeit.
Sollten Sie auch diesen Arbeitsgang in Eigenregie ausführen wollen, müssen sie den Lack in mehreren Gängen, mit einer Rolle, gleichmäßig auf dem Parkett auftragen. Es ist wichtig, sich an die Verarbeitungsrichtung zu halten, die sich dann im 2. und 3. Gang, jeweils um 90 Grad verändern sollte.
Vermeiden sie unbedingt direkte Sonneneinstrahlung, da der Lack sonst ungleichmäßig aushärtet. An regelmäßiges Lüften sollten Sie aus gesundheitlichen Aspekten aber denken.
Informieren Sie sich in der Produktanweisung über die Aushärtungszeit des Lacks, bevor Sie Ihren neuen Parkettboden begehen.

Bild: Stihl024 – Fotolia.com

Laminatboden richtig verlegen!

Vorbereitung

Zu Beginn der Arbeiten steht natürlich der Kauf des Laminats an. Entprechende Beratung und wichtige Informationen zum Thema Laminat bietet Ihnen der Fachhandel. Sie sollten sich also Zeit bei der Auswahl ihres neuen Bodenbelages nehmen. Wichtig ist, dass das Laminat nach dem Kauf gemäß den Herstellerangaben gelagert wird. Es sollte mindestens zwei Tage in dem Raum liegen, in dem es später verlegt wird. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Ort nicht zu kalt ist und keine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist.

Werkzeuge / Materialien

Zugeisen, Schlagholz, Holzkeile, Teppichmesser, einen Winkel, Bleistift, Hammer, Stichsäge
Ferner wird eine entsprechende Trittschalldämmung aus PE-Schaum, Holzleim, Klebeband und das Laminat benötigt.

Verlegung der Trittschalldämmung

Bevor Sie mit der Verlegung des Laminats beginnen können, muss eine geeignete Trittschalldämmung auf dem festen, trockenen und sauberen Untergrund verlegt werden. Die Dämmung lässt sich sehr leicht mit einem Teppichmesser schneiden. Sie sollte in Bahnen verlegt werden. Dabei ist es wichtig, dass die einzelnen Bahnen nicht überlappend verlegt werden. Die entstandenen Fugen, die möglichst klein zu halten sind, sollten dann mit dem Klebeband überklebt werden.

Verlegen des Laminats

Das Laminat sollte aus optischen Gründen der Längsrichtung nach, parallel zum Lichteinfall der Wohnung verlegt werden. Sie sollten mit dem Verlegen des Laminats in einer Ecke des Raumes, an einer geraden Wand beginnen. Wichtig ist, dass Sie zunächst die Längsfeder des Laminats, welches in der ersten Reihe liegen soll, mit einer Stichsäge absägen.
Verlegen Sie die einzelnen Bretter dann mit Hilfe des Hammers und dem Schlagholz, bis kein ganzes Stück Laminat mehr in die Reihe passt.
Sie sollten dann ein entsprechendes Stück mit der Stichsäge zuschneiden. Hier Laminat verlegen
Beachten Sie bitte, dass das Laminat ca. 1 cm kürzer sein sollte, da das Material arbeitet.
Die Holzkeile sollten dazu verwendet werden, ausreichend Abstand zu allen Wänden (ca. 1 cm) zu halten.
Nach dem Zuschnitt verbindet man das zugesägte Stück mit dem Hammer und dem Zugeisen.

Da bei der Verlegung des Laminats immer ein entsprechender Versatz der einzelnen Stücke vorhanden sein sollte, beginnt man die zweite Reihe mit dem Reststück der ersten oder schneidet sich ein ca. 45 cm langes Stück zu.  Nun wird die zweite Reihe exakt so verlegt wie die erste. Verlegen Sie danach Reihe für Reihe bis Sie an der gegenüberliegenden Wand angekommen sind. Im Idealfall passt die letzte Reihe exakt so, dass lediglich der geforderte Abstand zur Wand besteht.
Sollte dies nicht der Fall sein muss erneut die Stichsäge ihr Werk verrichten.

Hier Laminat verlegen lassen

Bild: Klaus-Peter Adler

Terassendielen Verlegen

Terassendielen Verlegen

Terrassendielen verschönern das Gesamtbild der kompletten Terrasse. Dieses Vorhaben ist in der Regel relativ kostengünstig und kann auch selber durchgeführt werden. Da es sich allerdings bei dieser Arbeit um eine Außenarbeit handelt, sollten einige Punkte beachtet werden. Bei der falschen Verlegung kann es im Extremfall passieren, dass die Dielen nach einiger Zeit anfangen zu “Gammeln” und somit das Gesamtbild von der Terrasse nicht mehr verschönern, sondern es zerstören.

Der Untergrund

Wie beim Teppich muss der Untergrund sauber und eben sein. Zudem muss ein gewisser Abwasser- und Regenwassertransport sichergestellt werden. Durch einen unsauberen Transport kann das Holz nach Jahren Verrotten. Es wird empfohlen, eine Sandschicht oder Kiesschicht auf den Untergrund zu legen. Die Unterkonstruktion sollte mit Gehwegplatten in einem Abstand von 50 cm vorgenommen werden. Durch die Gehwegplatten werden die Holzleisten die zum Halt dienen an die Gehwegplatten verschraubt. Ein Gefälle von ca. 2 % garantiert einen optimalen Wasserablauf. Zudem sollte die Konstruktion steif sein und nicht Wippen, hier wird sehr viel Richtarbeit verlangt.

Das Verlegen der Dielen

Bei der Schraubenwahl sollte stets Edelstahl gewählt werden. Diese haben den Vorteil, dass sie trotz Regen und anderen Einflüssen keine Korrosion vorzeigen. Allerdings sollte beim Einschrauben auf den Druck geachtet werden und am besten mit niedrigem Drehmoment gearbeitet werden. Denn Edelschrauben neigen bei zu hohem Drehmoment zum Reißen. Die einzelnen Dielen werden auf den Hölzern der Unterkonstruktion befestigt. Dabei sind besondere Ausschnitte (Wände, Lampen usw.) zu beachten. Zudem sollte zwischen den Dielen ein Abstand von 5-8 mm herrschen, damit alles noch gut „Atmen“ kann. Nach dem Aufbau sollten die Enden versiegelt werden und das Holz mit einem speziellen Öl bearbeitet werden.

Tipps zum Aufbau

- Sollten sich bei den Arbeiten Metallspäne bilden, so ist es zu empfehlen die Hölzer abzudecken. Ansonsten kann es zu Verschmutzungen am Holz kommen.

- Beim Schrauben immer mit Gefühl! Lieber zu wenig als zu viel. Edelstahlschrauben neigen zum Reißen und bei einem zu hohen Drehmoment kann es ebenfalls vorkommen, dass sich die Schrauben zu stark in das Holz schrauben, was die gesamte Optik zerstört.

- Lieber zweimal Nachmessen als einmal zu wenig. Ungerade Schnitten wirken optisch unschön und hierbei ist die präzise Arbeit sehr wichtig, denn die Dielen befinden sich im sichtbaren Bereich.

Standortwahl

Die Standortwahl der Terrasse sollte immer sehr gut bedacht werden. Am besten eignen sich Plätze, die ein wenig vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt sind. Bei einer direkten Sonneneinstrahlung wirkt das Material nach Jahren verblasst. Trotz unterschiedlicher Öle kann das Holz bei der falschen Standortwahl sowie Verarbeitung Reißen, Verblassen und Gammeln. Aus diesem Grund sollten alle Arbeitsschritte immer 2 Mal geprüft werden.

WPC Dielen sind durch Gemisch 60% Bambusmehl oder anderes Holzmelz zu 40% Kunstoff extrem witterungsbeständig und wird heute am häufigsten eingesetzt.

Pflegen der Terasse

Die Terrassendielen (bei WPC nicht) sollten alle 2 Jahre geölt werden, es empfielt sich erstmal ein Mittel zum entgrauen der Dielen zu verwenden und danach das Öl einzupflegen.

Rigipsplatten verlegen wie es richtig gemacht wird

Rigips bzw. Gipskarton!
Rigips besteht aus Gips und wird auch Gipskarton genannt, man findet sie in Verwendung als Gipskarton-Bauplatte, sowie mit beidseitigem Bezug von Kartonage, im Akustik- oder Trockenbau.
Durch die beidseitige Kartonage erhalten die Platten eine Stabilität, diese die Zugkraft aufnimmt.

Rigips wird oft verwechselt mit Gipskartonplatten bzw. Gipswandbauplatten, welche aber aus Stuckgips bestehen und mit Feder und Nut versehen sind.

Der Gipskarton wird zur Herstellung von Decken, Dachschrägenverkleidungen und nichttragenden Wänden oder Estrichen verwendet.
Es zählen verschiedene Eigenschaften wie eine schnelle und einfache Verarbeitung, geringes Gewicht und Feuerwiderstand.

Zum Einsatz kommen üblicherweise, die im Bergbau gewonnen Naturgipse bei der Herstellung.
Die herstellenden Werke, wo Naturgips vorkommt, findet man in direkter Nachbarschaft der Wiedervereinigung zu Braunkohlekraftwerken, bei denen der Rigips als Abfallprodukt gewertet wird.

Beide Materialien werden grundsätzlich als gleichwertig angesehen.
Naturgipse werden wesentlich besser als Sonderanfertigung hergestellt, da die Platten gebogen werden und dadurch eine hohe Bruchstabilität besteht.
Der Rigips hingegen zeigt jedoch sehr geringe Vorteile bei der Gewichtsverteilung.
Durch die Anordung der Gipskristalle sind die Naturgipse chaotischer als der Rigips.

Rigips sollte nur im Innenbereich verwendet werden da er geringe Feuchtebeständigkeit sowie Wasser aufweist.
Jedoch kann die Schicht des Karton durch hohe Luftfeuchtigkeit, Schimmel bilden.

Für Holzkonstruktionen und Metall werden Schnellbauschrauben zum Verschrauben verwendet.
Um chemische Reaktionen und Verfärbungen mit dem Gips zu vermeiden, werden phosphatierte Schrauben (schwarze Beschichtung) verwendet.
Selbstschneidende Schrauben eignen sich für Metall.

Rigipsplatten verlegen wie es richtig gemacht wird.
Mit einem Cuttermesser durchtrennt man die Kartonschicht, die Platte kann leicht nach hinten gebrochen werden über eine scharfe Kante.
Ebenfalls wird durch die zweite Schicht auch geschnitten.

Auf einer Konstruktion aus Holz sowie verzinkten Stahl werden die Gipskartonplatten aufgeschraubt.
Die Schrauben wie auch die Fugen werden verspachtelt mit Spachtelmasse.
Um Rissen vorzubeugen kann man die Fugen mit Gitter-Klebebändern oder Glasfaservlies einbetten.
Nach mehrmaligen Verspachtelungen werden die Stellen mit speziellem Schleifgitter oder Schleifpapier geschliffen, um Unebenheiten und Spachtelgrate zu entfernen.
Häufig wird mit Fugenmasse aus Acryl angrenzende Bauteile mit Silikon verfugt.
Später neigen die Acrylfugen zum Altern und Reißen.

Von Vorteil wäre es, eine Schaumstofffolie als Trennstreifen aufzukleben und dann zu verspachteln.
Die Fugenmasse kann danach aufgetragen werden.
Um Beschädigungen vorzubeugen werden Alu-Eckprofile zum Schutz eingespachtelt.

Zuletzt werden wie gewünscht die Platten mit Farbe gestrichen oder zur weiteren Verarbeitung mit einer Grundierung vorbereitet.
Sollte man Tapeten aufbringen muss man vorher grundieren, da man bei einer späteren Renovierung die Tapeten nicht mehr ablösen kann.

Auf Rigipsplatten kann man auch Dekorative Wandbeschichtungen aufbringen bzw. dekorative Wandplatten aus Kork verlegen. Wandkork oder  Wandgestaltung

Pflastersteine richtig verlegen

Pflastersteine richtig verlegen

Endlich wird es langsam wärmer, aber da muss doch noch die Terrasse gepflastert werden und das will Mann oder auch Frau doch lieber selbst machen. Da ist dann die Frage wie mache ich das am besten, damit es auch wirklich nachher richtig schön ist und nicht alles schief steht.
Zuerst einmal muss man den Untergrund bearbeiten, dies bedeutet, das man zuerst einmal die Erde abtragen muss. Danach wird eine ca. 40 cm hohe Tragschicht aus einem Gemisch von Schotter und Sand aufgetragen. Wichtig ist, dass der Untergrund wasserdurchlässig ist. Wichtig ist auch das der Untergrund ein leichtes Gefälle hat, damit das Wasser vom Haus weg in den Garten laufen kann. Selbstverständlich muss der Untergrund gerade sein, damit die Steine gut liegen.

Am besten nochmal mit einer Wasserwaage nachschauen, denn ansonsten wackeln die Steine und das bringt immer Frust und Ärger mit sich. Beim Verlegen der Pflastersteine ist unbedingt darauf zu achten, dass die Fugen auch den richtigen Abstand haben, denn ansonsten können sie nachher nicht richtig verfugt werden. Dies hat dann zu Folge das sich die Steine lösen und zu Stolperfallen werden können.
Auch bei der Auswahl der Pflastersteine kommt es immer darauf an, wo man sie verlegen möchte. Im Außenbereich sollte man immer Steine wählen, die auch bei Kälte und Wasser bestehen können. Für Terrassen eignet sich besonders Granit, denn der ist nicht nur schön, sondern auch robust.
Selbstverständlich kommt es dann auch auf die Form der Terrasse an, denn diese kann auch gerne Oval oder quadratisch sein.
Wenn dann der Untergrund fertig ist, kann mit dem Verlegen der Pflastersteine begonnen werden. Hierbei ist es wichtig das die Steine einen Fugenabstand von einem halben Zentimeter haben. Hierfür gibt es extra Distanzhalter, denn so ist man sicher das die Fugen auch wirklich den richtigen Abstand haben. Die Steine sollte man dann noch mit einem Gummihammer festklopfen. Falls der eine oder andere Stein nicht passen will, kann man ihn mit einem speziellen Schneider zurechtgeschnitten werden.
Danach kann man mit dem Verfugen anfangen. Damit auch kein Unkraut mehr nachwachsen kann, gibt es Mörtel mit einem Unkrautvernichter. So kann dann nichts mehr nachwachsen und die Terrasse bleibt immer schön. Auch gibt es einen flexiblen Mörtel, der kleine Risse, die durch Trockenheit oder Benutzung entstehen können, von alleine schließt. Mit dem richtigen Material macht dann die Arbeit erst so richtig Spaß.

Fußbodenheizung Fluch oder Segen?

Fußbodenheizung
Fußbodenheizung gab es schon bei den alten Römern und später auch bei den Koreanern. In Deutschland fand sie ihren Durchbruch erst in den 80-er Jahren. Seitdem wurde die Fußbodenheizung stetig verbessert und ist heute eine beliebte Art der modernen Heizung.
Bei einer Fußbodenheizung ist das Heizsystem, anders als bei herkömmlichen Heizkörpern, im Boden verlegt. Dies hat den Vorteil, dass keine Heizkörper an der Wand befestigt sind und die gesamte Raumfläche gleichmäßig Wärme abgibt. Früher waren Fußbodenheizungen eine kostspielige Angelegenheit. Durch die stetige Verbesserung der bauphysikalischen Entwicklung, wozu auch die verbesserte Wärmedämmung zählt, tritt die Fußbodenheizung immer weiter in den Vordergrund und wird immer beliebter. Die abgegebene Wärme wird von vielen Leuten angenehm empfunden. Die Raumtemperatur liegt meist ein bis zwei Grad unter dem anderer Heizsysteme und bieten ein schöneres Raumklima und eine höhere Luftfeuchte. Fußbodenheizungen haben einen Selbstregeleffekt, so dass kaum Einstellungen vorgenommen werden müssen. Da keine Luftumwälzung stattfindet, wird kaum Staub aufgewirbelt. Diese Art der Heizung ist sehr hygienisch. Außerdem ist sie fast wartungsfrei. Zwischendurch sollte sie jedoch gespült werden, um eventuelle Ablagerungen in der Anlage zu vermeiden.

Fußbodenaufbau und Verlegung
Der Fußbodenaufbau bei einer Fußbodenheizung ist sehr wichtig, da sonst die Funktion der Heizung beeinträchtigt wird. Die Planung einer solchen Konstruktion sollte immer ein Fachmann oder Ingenieur ausführen. Wer aus Kostengründen davon absieht, kann unter Umständen einen Fehler bei der Berechnung haben und somit die Vorteile einer Fußbodenheizung nicht bestätigen.
Wenn sich im Raum eine Außenwand befindet, werden die Rohre in mäanderförmiger Art verlegt, das heißt, der Vorlauf kommt an die Außenwand. Da die Heiztemperatur mit der Entfernung immer weiter abnimmt, wird die Oberflächentemperatur ungleichmäßig.
Um eine gleichmäßige Temperatur der Oberfläche zu erhalten, wird die Verlegung schnecken-, ring-, spiralförmig oder bifilar ausgeführt. Es ist auch möglich, beide Verlegungsarten miteinander zu kombinieren.

Nassverlegung der Fußbodenheizung
Es gibt verschiedene Arten, wie die Heizung verlegt werden kann. Die eine Methode ist die Nassverlegung. Hierbei werden Noppenmatten und Trägerroste verlegt, auf denen die Rohre mit Schellen oder Rohrclips befestigt werden. Danach wird Zementestrich, Estrich oder Anhydritestrich, dem vorher ein Zusatzmittel beigefügt wird (Heiz-Estrich), über das Rohrsystem gegossen. Zwischen 40 und 70 mm muss die Estrichschicht betragen und die Rohre komplett umschließen, damit ein guter Wärmeübergang vom Rohr in den Fußboden gewährleistet ist. Das Rohr muss sich in der Wärme ungehindert ausdehnen können. Deshalb ist es notwendig, dass die Rohrbögen im Estrich mit einem Polster gesichert werden. Damit die Ausdehnung funktioniert, muss das verwendete Material elastisch sein. Sollte ein Rohr brechen, weil es ungeschützt war, muss der Fußboden aufgerissen werden, um den Schaden zu reparieren. Dies ist mit hohen Kosten verbunden.
Doch nicht nur die Rohre dehnen sich aus, sondern auch der Estrich. Um Risse im Estrich zu vermeiden, müssen gerade in größeren Räumen sogenannte Dehnungsfugen eingearbeitet werden. Am Rand des Bodens müssen Dämmstreifen zur Aufnahme der Ausdehnung eingefügt werden. Die Nassverlegung eignet sich sehr gut für den Neubau.

Trockenzeit des Estrichs
Für den Estrich, in der die Fußbodenheizung verlegt ist, gibt es ein Aufheizprotokoll, das unbedingt eingehalten werden muss. Nur so können Spannungen vermieden werden. Sollte es dennoch zu Rissen im Estrich kommen, können diese ohne Funktions- und Qualitätsverlust, mit Kunstharz wieder verschlossen werden.
Zementestriche müssen mindestens 21 Tage trocknen, bevor die Heizung auf eine Vorlauftemperatur von 25 °C eingestellt wird. Nach drei Tagen, in denen die Temperatur gehalten wird, wird die Vorlaufzeit auf das Maximum eingestellt und nach vier Tagen beendet.
Bei Anhydritestriche muss nach Einbringung mindestens eine Woche gewartet werden, bevor er aufgeheizt werden darf. Jedoch sollte hierbei auf die Angaben des Herstellers geachtet werden.
Erst nach der Aufheizung wird die Heizung abgenommen und der Weiterbau freigegeben. Allerdings ist für den Oberbodenverleger der Feuchtigkeitsgehalt des Estrichs ausschlaggebend. Bevor dieser nicht trocken genug ist, kann er den Oberbodenbelag nicht aufbringen.

Trockenverlegung der Fußbodenheizung
Der Trockenaufbau ist ideal zum nachrüsten in einem Altbau. Wie bei der Nassverlegung auch, liegen die Rohre auf Noppenmatten. Sie können aber ebenso in Rillen von Wärmedämmplatten liegen und werden statt mit Estrich, mit Platten abgedeckt. Diese bestehen in der Regel aus Glasfasern oder Holzspanplatten. Die Rohre können sich bei Erwärmung problemlos in alle Richtungen ausdehnen. Bei der Trockenverlegung ist der Wärmeübergang schlechter, als bei der Nassverlegung. Um eine niedrigere Vorlauftemperatur der Heizung zu erreichen, können beim Trockenbau, sowie auch beim Nassbau, Leitbleche aus Aluminium verlegt werden. Der Wärmeübergang und die Wärmeverteilung werden dadurch verbessert.

Elektrische Fußbodenheizung
Die Verlegung einer Elektrofußbodenheizung ist unkompliziert. Hierbei werden keine Rohre für Wasser verlegt, sondern Heizkacheln, Kabel oder Heizmatten. Es wird statt eines Heizkessels nur ein Stromanschluss benötigt. Die elektronischen Wärmeleiter wandeln den Strom in Wärme um und heizen so den Raum auf. Es gibt die Elektrofußbodenheizung als Nachtspeicherheizung, die mit Nachtstrom gespeist wird, aber auch als Direktheizung. Die Elemente der Elektroheizung können wahlweise unter dem Estrich verlegt werden, als auch im oder auf dem Estrich. Empfehlenswert ist aufgrund der geringen Bauhöhe eine Installation direkt unter dem Bodenbelag.

Elektro-Direkt-Heizung
Bei dieser Variante sind keramische Platten im Einsatz. Jede Platte hat an den Seiten einpolige Steckverbindungen. So können sie problemlos miteinander verbunden werden. Auf der Rückseite haben die Platten eine keramische Leitschicht. Diese ist mit einer elektrischen Isolierschicht verbunden. Bei der Elektro-Direkt-Heizung wird die ganze Platte aufgewärmt und und liefert eine schnelle Wärme.

Zusammensetzung einer Fußbodenheizung
Eine Fußbodenheizung setzt einen tragenden Untergrund voraus. Auf diesen wird eine Wärmedämmung aufgebracht, damit die Wärme, die aus den Rohren kommt, nicht nach unten in den Boden geleitet wird. Noppenmatten oder Trägerroste sind die Träger für die Rohre, die aus Kupfer oder Kunststoff bestehen können. Eine Polsterung an den Rohrbögen ist wichtig, damit die Rohre nicht brechen und sich ungehindert ausdehnen können. Für eine bessere Wärmeleitung können Leitbleche aus Aluminium auf die Rohre verlegt werden. Ein Randdämmstreifen, sowie eine Dampf- und Feuchtigkeitssperre sind ebenfalls notwendig. Bei der Nassverlegung wird Heizestrich über die Rohre gegossen, so dass diese komplett eingeschlossen sind. Abschließend wird der Oberbelag verlegt. Dieser kann aus PVC, Laminat oder Teppich bestehen. Die höchste Wirkungsgrad ist jedoch bei Stein- oder Fliesen gegeben. Je nach Art des Bodenbelags sollte auf die Trittschalldämmung nicht verzichtet werden. Aber nicht alle Beläge eignen sich für eine Fußbodenheizung. Welcher Oberbelag verwendet werden kann, zeigt eine Kennzeichnung. Das Symbol ist eine Heizschlange mit drei Pfeilen, die nach oben zeigen.

Anschaffungs- und Folgekosten einer Fußbodenheizung
Wer sich eine Fußbodenheizung anschaffen möchte, muss damit rechnen, dass diese vorerst teurer ist, als eine herkömmliche Heizanlage. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die Verlegung der Rohre aufwändiger ist, als einen Heizkörper an die Wand zu hängen. Eine Elektrofußbodenheizung ist in der Anschaffung günstiger, als eine Bodenheizung, die nass oder trocken verlegt wird. Allerdings sind die Stromkosten enorm.
Fußbodenheizungen arbeiten im Niedertemperaturbereich und können sowohl mit thermischen Solaranlagen, als auch mit Öl, Gas oder einer Brennwert-Heizung betrieben werden. Da eine Wärmepumpe ebenso wie die Fußbodenheizung im niedrigen Temperaturbereich arbeiten, ist eine Kombination aus beidem sehr effizient.
Die Auswahl an Thermostaten ist riesig und kann an die eigenen Bedürfnisse und das Budget angepasst werden. Die herkömmlichen Thermostate müssen noch von Hand reguliert werden. Um einen energieeffizienten Heizvorgang zu bekommen, sollte ein modernes Thermostat die erste Wahl sein. Diese regeln die Wärmezufuhr selbstständig, indem die Vor- und Rücklauftemperatur stetig gemessen wird. Das hat zur Folge, dass die Heizung sich bei Erreichen der eingestellten Temperatur selbstständig herunterschaltet und anders herum verfährt, wenn die Raumtemperatur absinkt. So ist ein durchgehend angenehmes Raumklima vorhanden. Von ganz einfach bis hochmodern sind alle Thermostate in sämtlichen Preisklassen erhältlich.
Eingerechnet werden muss der Ingenieur, der die Planung einer Fußbodenheizung macht, sowie der Installateur, die die Heizung einbaut und erst nach erfolgreichem hydraulischen Abgleich die Baustelle wieder verlässt. Wer bei der Trittschalldämmung am falschen Ende spart, muss damit rechnen, einen Mehraufwand mit entsprechenden Mehrkosten zur Beseitigung
der Mängel zu zahlen.

Zentrale und dezentrale Verteilung
Im Flur oder Nebenraum wird ein zentraler Heizkreisverteiler angeordnet. Hier werden alle Räume, die über eine Fußbodenheizung verfügen, angeschlossen. Jeder Raum bekommt einen eigenen Raumfühler. Dieser ist per Funk oder Elektroleitung mit einem Stellventil verbunden.
Ein Ingenieurbüro kann einplanen, dass der Heizkreisverteiler optisch nicht ins Auge fällt. Für die Heizkreisverteilerschränke muss eine entsprechende Wand vorgesehen sein. Dabei muss bedacht werden, dass die Schränke zwischen 60 und 120 cm breit sein können. Der schlechteste Standort ist dafür die angrenzende Wand zum Schlafzimmer. Die Motorventile der Heizkreisverteiler machen Bewegungen, die akustisch hörbar sind. Der Gesetzgeber hat gemäß EnEV vorgegeben, dass auch bei einem Selbstregeleffekt eine Einzelraumregelung erforderlich ist. So müssen Absperr- und Motorventile eingebaut und mit dem Raumfühlern verbunden werden.
Für die dezentrale Verteilung ist ein Regelventil sowie ein Messfühler notwendig. Diese sind in jedem Raum in einem Unterputzkasten angeordnet. Es sind nur kurze elektrische Anschlussleitungen notwendig, da der Messfühler und das Regelventil eine Einheit sind. Bypass-Ventile arbeiten thermostatisch beziehungsweise hydraulisch und machen den Einsatz von Elektrokabeln überflüssig. Da bei der dezentralen Verteilung der zentrale Heizkreisverteiler nicht notwendig ist, gleichen sich die Kosten für den Mehraufwand durch Einbau der Regler in allen Räumen, zum größten Teil wieder aus. Das Bypass-System bietet den Vorteil, dass der Selbstregeleffekt voll genutzt wird, weil der Heizwasserstrom dauerhaft ist. Außerdem kann das System im Sommer als Fußbodenkühlung eingesetzt werden.

Haltbarkeit und Reparatur der Fußbodenheizung
In den Rohren der Fußbodenheizung fließt sogenanntes totes Wasser. Das heißt, in dem Wasser lebt nichts und somit kann es auch nicht zu Verschlammungen oder Ablagerungen kommen. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, der lässt seine Heizungsrohre alle paar Jahre einmal durchspülen. Da bei korrekter Verlegung der Rohre und dem von Profis ausgeführtem Bodenbelag keine mechanische Beanspruchung der Rohre vorliegt, halten diese im Normalfall ewig.
Zu Rohrbrüchen kommt es hauptsächlich dann, wenn die Rohre falsch installiert oder der Estrich unsachgemäß gegossen wurde. Sollte es tatsächlich zu einem solchen Schaden kommen, dann muss zuerst das Leck gefunden und dann der Boden aufgebrochen werden. Das Austauschen des defekten Rohrstückes ist dabei das kleinere Übel. Natürlich können auch die Regler und Fühler kaputt gehen. In jedem Fall ist ein Profi zur Rate zu ziehen.

Vorteile einer Fußbodenheizung
Da sich keine Heizkörper im Raum befinden, kann die Gestaltung des Raumes optimal an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Sie ist hygienischer als herkömmliche Heizkörper, da keine Luftumwälzung stattfindet. Dadurch wird kaum Staub aufgewirbelt und auch Hausmilben und Schimmelpilze haben durch die gleichmäßige Wärmeverteilung kaum eine Chance zu wachsen.
Im Winter kann auch auf Fliesen barfuß gelaufen werden. Durch die behagliche Wärme von unten kann die Raumtemperatur um zwei bis fünf Grad gesenkt werden. Das schont die Umwelt und spart gleichzeitig noch Heizkosten. Eine Fußbodenheizung arbeitet im Niedertemperaturbereich und kann sowohl mit Gas, Öl oder einer Brennwertheizung betrieben werden, als auch mit einer thermischen Solaranlage. Die Vorlauftemperatur ist bei ungefähr 50 Grad. Dies reicht aus, um alle Räume gleichmäßig zu beheizen.
Ein weiterer Vorteil der Fußbodenheizung ist die Tatsache, dass keine Heizkörper und Rohre gestrichen, gereinigt oder verkleidet werden müssen.

Nachteile von Fussbodenheizungen
Die Angleichung an die Raumtemperatur bei verändertem Heizbedarf erfolgt nur langsam. Im Fachjargon spricht man von einer Trägheit des Systems. Bei einer Nachrüstung in einem bereits bestehendem Bau kann sich die Deckenhöhe verändern, da der Boden sich durch den Einbau einer Fußbodenheizung erhöht. Die Einbau- und Reparaturkosten sind im Vergleich zu herkömmlichen Heizungsanlagen deutlich höher. Die Reparatur bei Störungen oder Rohrbrüchen im Bodenbereich ist sehr aufwändig und mit hohen Kosten verbunden. Außerdem ist nicht jeder Bodenbelag für eine Fußbodenheizung geeignet.

Fußbodenheizung einstellen und entlüften
Eine Fußbodenheizung reagiert träge. Das heißt, sie braucht bis zu drei Stunden, um die Räume aufzuheizen. Wenn man abends um sechs Uhr von der Arbeit nach Hause kommt und es dann warm haben möchte, muss die Heizung so eingestellt sein, dass sie bereits drei Stunden vorher beginnt, warm zu werden. Die Abkühlphase dauert gute zwei Stunden. Wer behagliche Wärme bis 22 Uhr haben möchte, darf die Heizung nicht vor 20 Uhr abkühlen lassen.
Wenn die Fußbodenheizung nicht mehr optimal heizt, können sich Luftblasen in den Rohren befinden. Der Heizkreislauf ist dann unterbrochen und die Wärme kann über das Wasser nicht mehr transportiert werden. Um die Fußbodenheizung zu entlüften, müssen alle Heizkreise geschlossen werden. Dazu werden die Vor- und Rückläufe mit dem Kugelhahn verschlossen.
Nun muss der Hahn des Vorlaufverteilers mit einem Zapfventil durch einen Wasserschlauches verbunden werden. Am Hahn des Rücklaufverteilers wird auch ein Wasserschlauch angeschlossen, der zum Abfluss führt. Nun wird am Rücklaufverteiler ein Heizkreis geöffnet und so lange entlüftet, bis nur noch Wasser aus dem Schlauch kommt. Dann wird der Heizkreis geschlossen und der nächste Kreis ist dran. Wichtig ist dabei, dass immer nur ein Heizkreis geöffnet ist. Das wird so lange gemacht, bis die Fußbodenheizung komplett in allen Räumen entlüftet wurde. Nun können die Wasserschläuche wieder entfernt und die Verteiler in den Ausgangszustand zurückversetzt werden.

Beruf Bodenleger

Der Beruf des Bodenlegers befasst sich mit der Planung, Verlegung und Instandhaltung von elastischen und textilen Bodenbelägen, wie Platten- und Bahnbelägen (Teppichböden, Linoleum, Kork und PVC), aber auch Fertigparkett- und Laminatböden.

Ob umweltfreundliche Korkböden, flauschige Wohnzimmerteppiche, Schwingböden in Turnhallen, elegante Tanzparkette, perfekt gemaserte Dielenböden oder pflegeleichte Nutzuntergründe – der Boden macht einen Raum erst zu dem, was er am Ende darstellt. Und ob wohnlich, funktional, gemütlich, schlicht, edel oder robust – wann immer es um die Planung und Montage eines gebrauchsfertigen Fußboden geht, sind Bodenleger das kompetente Fachpersonal der Wahl.

Aufgabenbereiche

Bodenleger und Bodenlegerinnen sind in den gesamten Gestaltungsprozess auf vielfältige Weise involviert: sie zeichnen verantwortlich für Beratung, Planung, Materialbeschaffung und Organisation. Sie kümmern sich um exakte computergestützte und manuelle Vermessung. Sie ebnen vorhandene oder erstellen geeignete Untergründe, bevor sie sich schließlich dem eigentlichen Verlegen und abschließenden Versiegeln widmen. Anschließend werden dir Böden mittels Rand- und Sockelleisten an angrenzende Bauteile angeschlossen.

Das Boden legende Personal ist zentraler Bestandteil der räumlichen Gestaltung, die sowohl optisch höchsten Anforderungen zu genügen als auch ihren Zweck optimal zu erfüllen hat. Angestrebt wird stets ein ideales Verhältnis von Design und jeweiliger Funktionalität der Böden.

Ob es sich um Rohbauten oder renovierungs- bzw. sanierungsbedürftige Objekte handelt, grundsätzlich wird, wie in der Baubranche allgemein üblich, mit Handwerkern anderer Branchen eng zusammen gearbeitet. Die selbstverantwortliche Durchführung der Aufgaben im eigenen Fachbereich erfolgt in reger Absprache mit den anderen am Bauprojekt beteiligten Berufsgruppen.

Die Einsatzgebiete von Bodenlegern sind breit gefächert: Nicht nur Bürogebäude und Wohnhäuser werden von den Fachleuten gestaltet, sondern z.B. auch Messeaufbauten, Industrieanlagen, Turn- und Sporthallen sowie Schulen, Kauf- und Krankenhäuser, um nur einige zu nennen.

Etablierungsgeschichte des Berufes

Das Handwerk des Bodenlegens gibt es an sich schon lange, und zwar nicht erst, seit u.a. Raumausstattungs-, Baumarkt-, Bau- und Messebranchen von Beginn ihres Bestehens an fähiges und fachkundiges Personal für die Ausarbeitung des im wahrsten Sinne des Wortes “zugrunde Liegenden” benötigten.

Ganz anders sieht es da in Bezug auf die staatliche Anerkennung dieses Berufes sowie die entsprechende Ausbildung aus.

Erst im Jahre 1965 konnte der Beruf des Bodenlegers als so genanntes “handwerksähnliches Gewerbe” in die Anlage B der Deutschen Handwerksordnung integriert werden, womit er allerdings noch lange nicht als Ausbildungsberuf anerkannt war. 1982 gelang es dann – ganze 17 Jahre später! -, beim Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft eine Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Bodenleger