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Linoleumboden ein ökologischer Fußboden?

Linoleum richtig VerlegenDer Linoleumboden erreicht immer größere Maße an Beliebtheit.
Erfunden wurde er, 1860, vom Engländer Frederick Walton, dessen entwickeltes Herstellungsverfahren fast gänzlich heute noch so praktiziert wird.
Der Namensgeber und gleichzeitig wichtigster Bestandteil des Bodenbelages ist das Leinöl, gewonnen aus den Leinsamen der Flachspflanze, heißt es im lateinischen “oleum lini” (oleum = Öl, lini = Lein).
Linoleum wird so gut wie nur aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, wie schon erwähnt Leinöl und außerdem Harze, Holz -,Kork – sowie Kalksteinmehl, aufgetragen auf eine Jutegewebeschicht. Der ökologische Wert dieses Bodenbelages ist also nicht zu unterschätzen.

Vorteile des Linoleumbodens

Ein großer Vorteil des Linoleumbodens ist der Hygienefaktor. Er ist antibakteriell und so unempfindlich gegenüber Bakterien, Schimmel – und Hefepilzen. Ein weiter Vorteil ist die einfache Reinigung: saugen, feucht wischen und kehren stellen keine Probleme dar.
Früher galt Linoleum als äußerst trist, heutzutage ist die Farbauswahl riesig und die Kombinationsmöglichkeiten nahezu unendlich. So kann man beispielsweiße verschiedene Farben ineinander setzen und Muster erhalten, die sich über den kompletten Boden erstrecken oder mit gezielt gesetzten Einsätzen eindrucksvolle Blickfänge schaffen.
Aber der wohl größte Vorteil des Linoleums ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse. Kriegt der Boden dennoch mal eine Delle ab, z.B. durch fallen lassen eines schweren Gegenstandes, bildet diese sich nach einiger Zeit nahezu ganz bis komplett zurück. Ein Grund, der Linoleum gerade für Räumlichkeiten mit vielen Einflüssen, z.B. Sporthallen, Krankenhäuser, Büros,  Wohnungsbau so interessant macht.

Seit einigen Jahren gibt es den Klick Linoleum, also ein Fertigparkett mit ca. 2mm Linoleum Oberfläche.

Regeln beim Verlegen von Linoleum

Beim Verlegen von Linoleum sollte nie selbst Hand angelegt sondern auf professionelle Hilfe zurückgegriffen werden. Handwerkliches Geschick sowie ausreichend Vorkenntnisse und das beachten einige essentieller Regeln sind Voraussetzung, um den Bodenbelag richtig zu verlegen. Das erste Kriterium für die Verlegung ist der Untergrund. Er muss gerade, fest, trocken und frei von Rissen sein. Ist dies gegeben, so kann man das Verlegen unter Beachtung folgender Regeln beginnen.

1.) Die Unterbodentemperatur sollte mindestens 15° Celsius betragen.
2.) Die Raumtemperatur sollte bei mindestens 18 ° Celsius liegen.
3.) Die relative Luftfeuchtigkeit nicht niedriger als 40 % und nicht höher als 65% sein.
4.) Die zugeschnittenen Linoleumrollen sollten vor der Verlegung leicht aufgerollt 24 Stunden in dem Raum ruhen.
5.) Die verwendeten Klebstoffe sollten möglichst schnell abbinden.
6.) Beim Verkleben muss darauf geachtet werden, dass sich unter dem Linoleum keine Hohlräume bilden, eingeschlossene Luft muss seitlich herausgestrichen werden um später ein ebenmäßiges Ergebnis zu erhalten.
7.) Das Abdichten der Nähte sollte frühestens zwei Tage nach dem Verkleben geschehen.

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Bei dieser Vielzahl von Regeln die unbedingt beachtet werden sollten wird klar, warum ein Laie besser nicht selbst ans Werk gehen sollte.

Reinigung und Pflege von Linoleum

Um für den Verbraucher die Reinigung und Pflege möglichst einfach zu gestalten und den Boden vor Bauschmutz zu schützen wird in der Regel schon vom Hersteller eine Oberflächenbeschichtung aufgebracht. Ist dies nicht der Fall, wird sie nach dem Verlegen nachgeholt um den Boden zu Versiegeln und weniger anfällig zu machen. Die so genannte Erstpflege bereitet den Boden einerseits auf folgende Reinigungen vor und schützt ihn andererseits.
Die Reinigung des Linoleumbodens erweist sich als äußerst einfach: kehren , wischen, saugen, cleanern oder z.B. bei Sporthallen durch Reinigungsautomaten, verträgt der Bodenbelag ohne Probleme. Früher musste der Boden außerdem gebohnert werden, dies ist heutzutage dank der Schutzschicht allerdings nicht mehr nötig.
Ist der Boden frisch verlegt, so tritt häufig ein so genannter “Reifeschleier” auf, der eine gelbliche Verfärbung über die eigentlichen Farben legt. Diese Verfärbungen können nicht durch putzen entfernt werden sondern verschwinden durch Lichteinfall von alleine wieder. Dies kann, je nach Lichtintensität, wenige Tage bis mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Auch kann es vorkommen, dass einige Stellen längere Zeit benötigen, wenn sie weniger Licht abbekommen als andere, dadurch wirkt der Boden unregelmäßig, nach einiger Zeit gleicht sich dies wieder aus und das Linoleum erhält eine schöne, gleichmäßige Färbung.

Verwendung von Linoleum

Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie das Linoleum selbst. War es früher noch verpönt und kam Hauptsächlich in Krankenhäusern zum Einsatz, so sind heute fast keine Grenzen gesetzt. Ob im privaten Haushalt, Turnhallen, Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Gebäude, es gibt praktisch keine Ausnahmen. Lediglich in Bädern sowie Duschen wird auf Linoleum verzichtet.

Arten von Linoleumböden

Es gibt für jedes Einsatzgebiet den passenden Linoleumboden. Wem das verlegen zu kompliziert ist, der kann mittlerweile auch auf Einzelpaneele oder Fertigfußboden ähnliche Trägermaterial enthaltend wie Laminatboden,  zurückgreifen, die Einfach mit Nut und Feder zusammengesteckt werden und so z.B. einfacher mit Farben experimentiert werden kann und bei Nichtgefallen oder kaputtgehen ein einfacher Austausch von Einzelelementen möglich ist. Diese Klicklinoleum Böden werden sehr gerne genommen, da diese schwimmende Verlegung viel einfacher ist als Bahnenware mühsam zu zweit auszulegen.  Eine weitere Möglichkeit seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, sind Intarsien. Bilder, Logos, Schriftzüge etc. lassen sich so einfach in den Boden einarbeiten. Die Muster werden haargenau ausgeschnitten und in den Boden eingefügt, Schnittkanten und kleine Lücken werden verschmolzen bzw. aufgefüllt.
Eine andere Art des Linoleums ist das elektrisch leitfähige Linoleum, das insbesondere in OP – Sälen oder Räumen, bei denen ein elektrisch leitfähiger Boden ein Muss ist (z.B. bei der Herstellung von Elektroteilen), zum Einsatz kommt.

Bild: rossler – Fotolia.com

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